
Der gesellschaftliche Modernisierungsprozess wird weiterhin von einer ausgedehnten Phase der Individualisierung mit entsprechenden Ansprüchen begleitet werden. Für den Bereich DIY/Living bedeutet das noch weniger Nachfrage nach Einheitsprodukten, dafür mehr Interesse an smarten Dienstleistungen. Gewinnen werden Produkte, die das Leben der zeitgestressten Kunden erleichtern und auch Frauen wie Senioren als Zielgruppe stärker ansprechen können. Das Bedürfnis der Kunden nach psychologischer Selbstbestimmung wird so ausgeprägt sein, dass sich die Individualisierung und Aufsplitterung in eine Vielzahl von Szenen fortsetzen wird. Anstelle eines Produktes wird somit die Interaktion mit dem Kunden in den Vordergrund gerückt, was für die Baumärkte der Zukunft zur Herausforderung werden wird. Die Integration des Kunden in die Wertschöpfung ist jedoch ein wichtiger Schritt der Branche vom Produktvermarkter zum Lösungsanbieter. Das kann so manchem Unternehmen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Die Baumärkte von heute haben aber noch ein anderes Problem zu lösen. Denn nicht nur bei den Banken wurde in den letzten Jahren viel heiße Luft produziert. Auch bei den Baumärkten ist eine umfassende Konsolidierung unumgänglich geworden. Der Markt verlangt Macht und Macht verlangt Masse. Wer diese nicht hat, wird schnell zur Masse gemacht. Auf jeden Fall kommt auf die Unternehmen der Branche viel Arbeit zu.
Die Studie von Ulrich Eggert "Die Zukunft der Bau- und Heimwerkermärkte"widmet sich genau dieser Problematik. Sie zeigt auf 340 Seiten mit 250 Charts vielfältige Strategieansätze auf. Diese reichen von der Entwicklung neuer Profilierungsformate, über neue Preisstrukturen bis hin zum Profi-Geschäft u .v. a. mehr. Ingesamt werden vom bbw -Experten U. Eggert fast 40 Strategieansätze aufgezeigt.