
Auf der einen Seite gewinnt er durch den Internetversand hinzu, auf der anderen Seite stehen aber die deutlichen Marktanteilsverluste der Katalog-Versender. Aber kann es mit dem Versandhandel weitergehen? Reichen die bisherigen Konzepte aus oder sind völlig neue Strategien erforderlich?
"To be lunch or to have lunch" (E.Conradi), dieser Tatsache muss sich der Versandhandel in einem Markt stellen, der völlig unübersichtlich geworden ist. Hier tummeln sich klassische Versender, aber auch stationäre Händler, die auf diese Weise versuchen, einen Versand aufzubauen. Hinzu kommen die vielen Newcomer, die früher keinerlei Handelsgeschäft betrieben haben, nicht zuletzt die Fa. Amazon. Viele neue Akteure mischen im Markt mit und versuchen, die Ware vom Produzenten an den Endverbraucher zu bringen.
Der Kampf um das Geld der Verbraucher hat gerade erst begonnen und der Verbraucher hat die Wahl ? und das nutzt er aus. Es ist zu erwarten, dass es keine neuen Zusatzumsätze im Handel geben wird, dass also das Wachstum des Versandhandels durch Verdrängung anderer Betriebsformen geschehen wird. Das Ganze wird geschehen vor der Kulisse einer Konsolidierung des Gesamthandels in der nächsten Konjunkturdelle, die sich für 2009/10 oder spätestens 2011 anbahnen dürfte.
Es zeichnet sich ab, dass der Preiswettbewerb als Hauptkampfinstrument des Handels ? nicht zuletzt durch die Discounter verursacht ? ersetzt werden wird durch einen Konzept-/Format-Wettbewerb. Das heißt, das bessere Konzept wird den niedrigeren Preis schlagen können, solange sich die Wirtschaft in einem halbwegs stabilen Rahmen halten wird.
Die neue umfangreiche Studie von Ulrich Eggert zeigt auf der Basis der heutigen Situation des Versandhandels künftige Entwicklungen, Wege und Strategien des Erfolgs auf. Der Autor beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit den besonderen Themen des Handels und des Vertriebs, insbesondere mit der Trend- und Strategieforschung.
Nutzen Sie die Erkenntnisse einer langjährigen Trendforschung!